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Ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen
07.03.2010 - 21:12 von Hans Brecht
Wenn man das Hinspiel mit 66 Punkten Unterschied verliert, hält sich die Freude über das Rückspiel meist in Grenzen. Nicht so beim Spiel der Wiesel-Damen gegen Pankow. Das Team wollte deutlich machen, dass man sich beim letzten Mal weit unter Wert verkauft hatte. Das Ziel bei diesem Spiel war: "Den Gegner ein bisschen ärgern". Das ist auf jeden Fall gelungen! Mit 52:54 mussten sich die Wiesel zum Schluss zwar geschlagen geben, aber für das Team war es ein klarer Sieg.
Mit SG Einheit Pankow, dem Zweitplatzierten der Landesliga B, hatten die Wiesel ein sehr starkes Team zu Gast, das in der Liga die meisten Gegner klar und deutlich geschlagen hat. Die Damen 1 haben sich nach zähem Start in die Saison von Spiel zu Spiel verbessert und die letzten beiden Spiele gewonnen. Zwei Gegner auf Augenhöhe trafen also am Samstag in der Wiesenstraße aufeinander. Es entwickelte sich von Anfang an ein enges Spiel.
Im ersten Viertel hatten die Wiesel einige Probleme beim Defensiv-Rebound, was Pankow viele zweite Chancen erlaubte. Das Viertel ging zwar mit 12:15 an den Gegner, die Punkte der Wiesel verteilten sich aber auf fünf Spielerinnen. Pankow konnte sich also nicht auf 1-2 Spielerinnen konzentrieren, sondern musste erkennen, dass alle Wiesel gefährlich sind.
Das zweite Viertel konnte ausgeglichen gestaltet werden (14:14), inzwischen hatten sich alle Spielerinnen auf der Punkteliste eingetragen, bis auf eine (mehr dazu später). Auch Claudia, unser "Gast" von den zweiten Damen, konnte punkten und machte klar, dass sie mehr als eine Ergänzung für das Team sein wollte. Mit engagierter Verteidigung, sicherem Ballvortrag und viel Tempo konnte sie Pankow unter Druck setzen. Auch zeigte sich wieder, welche Perlen bei den zweiten Damen schlummern, wie Coach Thomas treffend bemerkte.
In den bisherigen Spielen war immer das dritte Viertel das schwächste der Wiesel. Meist brauchte das Team hier eine ganze Weile, bis es wieder in Spiel fand. Nicht so an diesem Samstag! Es entwickelte ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen. Ulli und die Nr. 11 von Pankow testeten aus, wer den härteren Schädel hat: Beide stießen schmerzhaft zusammen. Ulli konnte sofort weiterspielen, die Gegnerin hingegen brauchte eine Pause. Dieses Duell wurde also gewonnen, der Wedding hat die dickeren Schädel.
Besonders eine Spielerin, die bisher nicht punkten konnte, hatte sich offensichtlich einiges vorgenommen. Louisa drehte nun auf und konnte von der Pankower Defense nur durch Fouls gestoppt werden. Mit fünf Punkten (3/4 Freiwürfe) zeigte Louisa ihre Treffsicherheit und sorgte in der Verteidigung durch rigoroses Ausboxen dafür, dass Pankow fast keine Rebounds mehr einsammeln konnte. Das Viertel wurde mit 14:8 klar gewonnen.
Mit 40:37 gingen die Wiesel in letzte Viertel.
Pankow musste seine Verteidigung umstellen und noch aggressiver spielen, um seine Chance zu wahren. Aber auch hier war Louisa kaum zu stoppen. Mit 8 Punkten und 4/4 Freiwürfen hielt sie die Wiesel im Spiel. Pankow ließ sich jetzt dazu hinreißen, mit den Schiedsrichtern zu „diskutieren“. Das wurde mit einem „T“ und zwei Freiwürfen bestraft, die von Louisa cool versenkt wurden. Jedoch konnte Pankow sich jetzt durchsetzen und mit sechs Punkten in Folge davonziehen (50:54). Die Wiesel konnten nur noch mit zwei Freiwürfen antworten, hatten aber den letzten Wurf. Ein Dreier von Ulli 1 Sekunde vor dem Ende schaute schon in den Korb, drehte sich aber wieder raus. Na ja, man kann nicht alles haben.
Als Fazit bleibt festzuhalten: Das Team hat sich in den letzten Wochen deutlich verbessert. In der aktuellen Form sind wir für jeden Gegner eine Gefahr. Besonders die Quote von 10/11 Freiwürfen zeigt, wie konzentriert die Damen zu Werke gehen können.
Die Mitwirkenden waren:
Louisa (13 Pt, 7/8 Freiwürfe), Signe (10 Pt), Ulli (8 Pt, 2/2 FW), Franzi (8 Pt), Josi (5 Pt, 1/1 FW), Juliane (4 Pt), Sarah (2 Pt) und Claudia (2 Pt).
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